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Was sind eigentlich Slowflowers?

Viele Menschen machen sich mittlerweile große Gedanken darüber, wo ihr Essen herkommt. Wir kaufen Eier freilaufender Hühnern vom Biohof, Biogemüse in der Gemüsekiste, backen unser eigenes Brot und ziehen unsere eigenen Tomaten auf dem Balkon. Auch achten wir darauf, unseren Kindern beizubringen, weniger Müll zu produzieren und leben ihnen nachhaltige Lebensweisen vor. Wir gehen in den Blumenladen und kaufen wunderschöne Blumen an denen wir uns erfreuen. Dann stecken wir unsere Nasen tief hinein und stellen voller Freude einen hübschen Strauß auf den Küchentisch. Aber halt! Woher kommen diese Blumen eigentlich und wie werden sie angebaut?

Die traurige Wahrheit über viele Schnittblumen

Wer sich ein wenig mit der Frage der Herkunft und des Anbaus konventionell hergestellter Schnittblumen beschäftigt, stößt hier schnell auf einige Informationen, die man so nie erwartet hätte.

Import ist hier eines der größten Schlagwörter, denn die hübschen Blumen die da auf unserem Küchentisch stehen, haben oft mehr Flugmeilen auf dem Konto als wir selbst, denn sie kommen oft von großen Blumenfarmen in Afrika oder Lateinamerika zu uns. Der Transport über tausende Kilometer findet unter permanenter Kühlung statt und stellt eine Umweltbelastung dar, die so nicht sein müsste.

Auch ist es interessant zu wissen, das bei Schnittblumen keine Pflicht zur Angabe der Herkunft besteht. Wenn du also wissen möchtest, wo die hübschen Blumen im Geschäft produziert wurden, dann scheu dich nicht, die VerkäuferInnen danach zu fragen.

Ein weiterer Aspekt sind die viel geringeren Regeln zum Pflanzenschutz und zur Verwendung von Pestiziden in vielen Anbauländern, die sich deutlich von den Regelungen in Deutschland und er EU unterscheiden. Pflanzenschutzmittel und Pestizide, die hierzulande keine Chance auf Zulassung hätten, dürfen dort noch immer eingesetzt werden und sind oft auch nötig, um die großen Monokulturen „gesund“ zu erhalten. Allerdings schaden diese Substanzen jeglichen (auch den nützlichen) Insekten, ganz zu schweigen davon, dass ihr Einsatz ein hohes Gesundheitsrisiko auch für die ArbeiterInnen darstellt.

Leider findet man auch oft Andeutungen darauf, dass die Arbeitsbedingungen und Löhne der ArbeiterInnen inakzeptabel sind.

Aber geht das nicht auch anders?

Die Antwort ist JA! Wir können Blumen – ja sogar Bio-Blumen – kaufen, die hier gewachsen sind, ganz unbehandelt und zu ihrer natürlichen Zeit. Ist das nicht toll? Und genau das sind Slowflowers.

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Slow-Flowers

„Slow-Flowers“, das ist die Bezeichnung für regional, saisonal und nachhaltig angebaute Blumen. In unserem Verein Slowflower-Bewegung e.V. setzen wir uns für den nachhaltigen Schnittblumenanbau und -vertrieb sowie Transparenz ein. Wir möchten Alternativen aufzeigen zu Monokulturen, zu chemisch behandelten Blumen und umweltbelastendem Anbau. Zu den Leitlinien der Slowflower-Bewegung gehören die Verwendung von ausschließlich organischem Düngung, der Verzicht auf Pestizide und genmanipulierte Pflanzen, wann immer möglich, die Verwendung von biologischem Saatgut und das Wirtschaften in Kreisläufen.

Slowflower-Bewegung e.V. und die Mitglieder

Mehr über unsere Slowflower-Bewegung kannst du auf der Website erfahren. Hier gibt es auch eine Standortkarte und vielleicht findest du ja auch Slowflower-Floristen und Farmer in deiner Nähe.

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